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Drei kanadische Soldaten sterben in Afghanistan

Kanada-Newsletter 35/2008, 26. August 2008

Kanada-Newsletter 35/2008, 26. August 2008
 
* Drei kanadische Soldaten sterben in Afghanistan
* Michaelle Jean reist zur Eröffnung der Paralympics in Peking
* Kanada betont Souveränität über die Arktis
* 45 Millionen Dollar für Kampf gegen Aids
* Siemens liefert Technik für CO2-armes Kohlekraftwerk in Kanada
* Frankophonie-Gipfel in Kanada beginnt am 17. Oktober
* Kanadische Expedition sucht in der Arktis nach Franklins Schiffen
* Toronter Schulbehörde ist Integrationsweltmeister
* DAAD bringt Studierende aus Nordamerika und deutsche Unternehmen zusammen
* Termine
 
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Drei kanadische Soldaten sterben in Afghanistan
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In Afghanistan sind bei einem Anschlag drei kanadische Soldaten getötet und
ein vierter schwer verletzt worden. Die Kanadier befanden sich auf einer
Erkundungsfahrt, als ihr Fahrzeug im Zhari-Distrikt auf eine Straßenbombe
fuhr. Letzten Dienstag waren in einem Hinterhalt zehn französische Soldaten
getötet worden, nur einen Tag später fielen drei polnische Soldaten
ebenfalls einer Straßenbombe zum Opfer.
 
Der kanadische Premierminister Stephen Harper beklagte die Toten und
drückte den Angehörigen und Freunden der Soldaten sein herzliches Beileid
aus. Ihr Opfer werde nicht vergessen, sagte Harper. Gleichzeitig betonte
er, dass Kanada sein Engagement für Afghanistan aufrechterhalten werde.
"Wir werden es nicht zulassen, dass die Taliban uns davon abbringen, den
Afghanen dabei zu helfen, ihr Land wiederaufzubauen", so Harper.
 
Mitte des Monates waren bereits zwei kanadische Wiederaufbauhelfer in
Afghanistan ermordet worden, die dort für das International Rescue
Committee gearbeitet hatten. Bei dem Anschlag waren ebenfalls ein
US-Amerikaner und ihr afghanischer Fahrer ums Leben gekommen.
 
Erst gestern, am 25. August, wurden erneut sieben kanadische Soldaten und
zwei Journalisten bei einem weiteren Straßenbombenanschlag verletzt.
 
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Michaelle Jean reist zur Eröffnung der Paralympics in Peking
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Wenn am 6. September in Peking die Paralympischen Spiele 2008 eröffnet
werden, wird auch die kanadische Generalgouverneurin Michaelle Jean
anwesend sein. Sie wird ihr Land offiziell während der Eröffnungszeremonie
vertreten.
 
Das gab der kanadische Premierminister Stephen Harper bekannt und erklärte,
man sei sehr stolz darauf, mit 150 Sportlern an den Paralympischen Spielen
teilzunehmen.
 
Michaelle Jean wird sich vom 7. bis zum 10. September in China aufhalten
und neben Peking auch in die Sichuan-Provinz reisen, die im Mai dieses
Jahres von einem schweren Erdbeben getroffen wurde. Dort wird sie auch
Erdbebenopfer besuchen sowie sich mit humanitäre Helfer treffen, die in
kanadischen Wiederaufbauprojekten arbeiten.
 
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Kanada betont Souveränität über die Arktis
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Der von Moskau beanspruchte unterseeische Lomonsow-Rücken gehört zur
nordamerikanischen Kontinentalplatte und damit zu Kanada. Das erklärte der
kanadische Minister für natürliche Ressourcen, Gary Lunn, nachdem
kanadische und dänische Forscher gemeinsam neuste Daten ausgewertet hatten.
Damit untermauert Kanada seine Gebietsansprüche auf das Gebiet, das
ungefähr dreimal so groß wie Frankreich ist.
 
Kanada wird unter anderem die nun erhobenen und ausgewerteten Daten bis
Ende 2013 der UN vorlegen, um das Gebiet auch international zugesprochen zu
bekommen. Unter dem Eis der Arktis wird rund ein Viertel der weltweit
vorhandenen Erdöl- und Erdgasvorkommen vermutet. Durch die Erderwärmung
könnten diese Bodenschätze in Zukunft für Kanada nutzbar gemacht werden.
 
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45 Millionen Dollar für Kampf gegen Aids
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Die kanadische Regierung stellt erneut eine Millionensumme für den Kampf
gegen HIV/Aids zur Verfügung. Insgesamt 45 Millionen Dollar sind für
Projekte in Südafrika und Mosambik vorgesehen.
 
Die Hilfen wurden von Gesundheitsminister Tony Clement während der 17.
Internationalen Aids-Konferenz in Mexiko-Stadt bekannt gegeben.
 
In den letzten drei Jahren hat die kanadische Regierung nahezu 515
Millionen Dollar für den Kampf gegen Aids in Entwicklungsländern zur
Verfügung gestellt.
 
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Siemens liefert Technik für CO2-armes Kohlekraftwerk in Kanada
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Das erste CO2-arme Kraftwerk Kanadas wird mit einer Kohlevergasungstechnik
von Siemens ausgestattet. Das gab die Siemens AG Mitte August bekannt. Das
in Genesee bei Edmonton geplante Gas- und Dampfturbinenkraftwerk von EPCOR
Power Generation soll 2015 den Betrieb aufnehmen. Dann soll die
Demonstrationsanlage rund 270 Megawatt Strom erzeugen.
 
Das Werk mit integrierter Kohlevergasung (Integrated Gasification Combined
Cycle, IGCC) sowie einer Methode zur Kohlendioxidabtrennung und
-speicherung scheidet deutlich weniger Emissionen aus als andere, auch
fortschrittliche konventionelle Kohlekraftwerke. Die Siemens-Kohlevergaser
nutzen ein Synthesegas, mit dem eine Gasturbine befeuert wird. Deren heiße
Abgase erzeugen in einem Abhitzekessel Dampf, mit dem zusätzlich eine
Dampfturbine angetrieben wird. Das Kohlendioxid des Synthesegases wiederum
wird zu 85 Prozent abgetrennt und soll anschließend in Ölfeldern
gespeichert werden.
 
Die Provinz Alberta, in der das Demonstrationswerk gebaut wird, hat
unlängst einen Aktionsplan gegen den Klimawandel beschlossen, zu dem auch
ein Millionenschweres Investitionsprogramm gehört, mit dem Technologien für
die Verringerung der Treibhausgasemissionen finanziert werden sollen.
Allein zwei Milliarden kanadische Dollar sind für die Förderung von
Projekten zur Kohlendioxidabtrennung und -speicherung vorgesehen.
 
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Frankophonie-Gipfel in Kanada beginnt am 17. Oktober
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Der 12. Gipfel der internationalen Frankophonie wird vom 17. bis zum 19.
Oktober dieses Jahres in Québec stattfinden. Staatsführer und Vertreter von
mehr als 60 Ländern weltweit werden erwartet. Damit könnte dieser
Frankophonie-Gipfel eines der größten internationalen Events werden, das
Kanada je erlebt hat.
 
Während des Gipfels werden hauptsächlich vier Themen behandelt: Demokratie
und Rechtsstaatlichkeit, die Führung der Wirtschaft, Umweltbelange und die
französische Sprache.
 
Bereits 2006 hatten Kanada und Québec vereinbart, dass sie den Gipfel
gemeinsam veranstalten würden. Die Rolle des Gastgebers wird Kanada
einnehmen, die Provinz New Brunswick ist offizieller Partner.
 
Kanada fördert den Gipfel mit fast 57 Millionen Dollar. Es ist der dritte
Gipfel der internationalen Frankophonie, der in Kanada abgehalten wird. Die
Vertreter der französischsprachigen Länder dieser Welt waren 1987 schon
einmal in Québec City zu Gast. 1999 war Moncton in New Brunswick Gastgeber.
 
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Kanadische Expedition sucht in der Arktis nach Franklins Schiffen
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Kanada hat Mitte August eine Expedition in die Arktis geschickt, um dort
nach den Schiffen des britischen Entdeckers John Franklin zu suchen.
Franklin und 130 Männer waren 1845 mit den Schiffen HMS Erebus und HMS
Terror auf die Suche nach der damals noch mythischen Nordwestpassage
gegangen.
 
Auch wenn die Expedition scheiterte und alle Teilnehmer der Expedition in
der Arktis ums Leben kamen, gilt Franklin als Entdecker der
Nordwestpassage, die den nördlichen Atlantik mit dem Pazifik verbindet.
 
Drei Jahre lang wollen die Kanadier nun jeweils im August und September
nach den beiden Schiffen forschen, die in der Vergangenheit immer wieder
vergeblich gesucht worden sind. Die Reisen sollen auch dazu genutzt werden,
die Arktis besser zu kartografieren.
 
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Toronter Schulbehörde ist Integrationsweltmeister
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Die Schulbehörde von Toronto erhält dieses Jahr den mit 150.000 Euro
dotierten Carl-Bertelsmann-Preis. Der Preis wird seit 1988 jährlich
verliehen. Ausgezeichnet werden weltweit beispielhafte Lösungen für
zentrale gesellschaftspolitische Herausforderungen. Das Toronto District
School Board wurde nun für sein vorbildliches Engagement für Integration
und faire Bildungschancen ausgezeichnet.
 
In den mehr als 550 Schulen, die von dieser Schulbehörde verwaltet werden,
gebe es zwischen Kindern und Jugendlichen mit und ohne
Migrationshintergrund keine signifikanten Leistungsunterschieden, erklärte
die Bertelsmann-Stiftung in Gütersloh. Die Integration von Kindern und
Jugendlichen aus Zuwandererfamilien gelänge dort in beispielhafter Weise.
 
"Das Schulsystem in Toronto zeigt uns, welche Konsequenzen wir angesichts
der Herausforde¬rungen durch Globalisierung, Migration und demografischen
Wandel ziehen müssen", erklärte Johannes Meier, der zum Vorstand der
Stiftung gehört.
 
Für den diesjährigen Preis hatte die Stiftung international nach Schulen
gesucht, die Kindern aus Zuwandererfamilien faire Bildungschancen im
Schulsystem ermöglichen. Neben dem Sieger waren drei weitere Initiativen
aus Großbritannien, Schweden und der Schweiz für den Preis nominiert. Die
Preisverleihung findet am 4. September in Gütersloh statt.
 
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DAAD bringt Studierende aus Nordamerika und deutsche Unternehmen zusammen
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Um deutsche Unternehmen und nordamerikanische Studierende
zusammenzubringen, hat der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) ein
Programm mit dem Namen Research Internships in Science and Engineering
(RISE) gestartet. Studierende im Hauptstudium und Absolventen der Natur-
und Ingenieurwissenschaften aus den USA und Kanada können sich für ein
Praktikum bei einem deutschen Unternehmen bewerben.
 
Finanziert wird RISE zur Zeit noch aus Sondermitteln des Bundesministeriums
für Bildung und Forschung (BMBF). Die Praktikanten erhalten eine monatliche
Aufwandspauschale von 500 Euro und sind über den DAAD kranken-, unfall- und
privat haftpflichtversichert.
 
Deutsche Unternehmer, die einen Praktikumsplatz zur Verfügung stellen
wollen, können ihre Stellenangebote bis zum 15. Oktober 2008 beim DAAD
einreichen. Bis zum März 2009 erfolgt die Auswahl des passenden Bewerbers
durch den DAAD und das beteiligte Unternehmen.
 
Weitere Informationen sowie ein Formblatt zur Einreichung des
Stellenangebotes befinden sich auf der Website des DAAD:
www.daad.de/rise-pro oder beim
 
DAAD
Deutscher Akademischer Austauschdienst
Martina Ludwig
Nordamerikareferat
Kennedyallee 50
53175 Bonn
Tel.: 0228/882-104
E-mail: This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it.
 
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Termine
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26. bis 30.08. - Stuttgart - Angela Hewitt (Klavier) spielt "Das
Wohltemperirte Clavier Buch I und II" in vier Nachtkonzerten. Europäisches
Musikfest
 
27. bis 30.08. - Düsseldorf - Internationale Tanzmesse mit kanadischer
Präsenz. Key Speaker ist Publizist Max Wyman aus Vancouver.
www.tanzmesse-nrw.com
 
28.08. - Greifswald - Film und Dikussion mit der kanadischen Schauspielerin
Tamara Podemski. "Four Sheets to the Wind" (2007), 20 Uhr, CineStar
Greifswald, Lange Str. 40-42
 
29.08. - Greifswald - Lehrer-Ausbildungsseminar mit der kanadischen
Schauspielerin Tamara Podemski. Die Weiterbildung wird von der Universität
Greifswald in Zusammenarbeit mit dem Humboldt-Gymnasium durchgeführt. Sie
steht allen Lehrkräften, auch angehenden Lehrkräften, im Fachbereich
Englisch Sekundarstufe II offen. 9-13 Uhr, Ort:
Alexander-von-Humboldt-Gymnasium Greifswald, Makarenkostr. 5. Eine
Anmeldung ist nötig.
 
29.08. - Düsseldorf - Sylvain Émard Tanzensemble im Tanzhaus NRW.
www.tanzhaus-nrw.de
 
29. und 30.08. - Schwerte - Le Grand Peep Show beim Festival Welttheater
der Straße. www.corpus.ca
 
30. und 31.08. - Berlin - Festival Tanz im August mit dem kanadischen
Tanzensemble Dave St. Pierre in der Volksbühne. www.tanzimaugust.de
 
31.08. - München - Film und Diskussion mit der kanadischen Schauspielering
Tamara Podemski. "Four Sheets to the Wind" (2007), 20 und 22.30 Uhr, Ort:
Werkstattkino, Fraunhoferstraße 9
 
Weitere Termine auf www.kanada.de
 
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Impressum
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