Festspiel der Deutschen Sprache
"Festspiel der Deutschen Sprache"
Die international bekannte deutsche Opernsängerin Edda Moser (68)
engagiert sich für ihre Muttersprache. In Sachsen-Anhalt veranstaltete
die Professorin der Kölner Musikhochschule kürzlich das "Festspiel der
Deutschen Sprache" mit vielen prominenten Schauspielern. Auf die Frage,
warum sie sich sprachlich engagiert, antwortete sie: "Ich möchte, dass die
Menschen sich die Liebe zur Sprache wieder zu eigen machen. Denn es gibt
kein schöneres Instrument, um das Wesen eines Menschen auszudrücken! Die
Begeisterung für Sprache muss schon im Kleinkindalter geweckt werden.
Doch in den Familien wird heute viel zu wenig gemeinsam gesprochen,
gelesen oder gesungen." Laut Edda Moser benutzen die Menschen viel zu
wenig den großen Wort-Reichtum der deutschen Sprache: "Wer sagt noch
'hinreißend', 'überwältigend' oder 'berührend'? Dabei haben diese Wörter
viel mehr Kraft als ein schlichtes 'cool'!"
Erstes Buch über den deutschen Hörspiel-Kult
In keinem anderen Land werden so viele Hörspiele und Hörbücher gehört
bzw. produziert wie in Deutschland. Hörspiele haben sich bereits zu
einer typisch deutschen Kunstform entwickelt. Die erfolgreichste
Hörspielserie Deutschlands (und damit der Welt) ist die Krimi-Reihe "Die
drei ???" mit den Jungdetektiven Justus, Peter und Bob. Von dieser Reihe
wurden bereits über 40 Mio. CDs, Schallplatten und Kassetten verkauft.
Für die zahlreichen Fans der "Drei ???" in Deutschland, Österreich, der
Schweiz und weltweit gibt es nun erstmals ein Fanbuch, das alles
Wissenswerte zur Kult-Reihe von A-Z aufführt: "Das ABC der drei
Fragezeichen" von Björn Akstinat. Erschienen ist das Buch im
Humboldt-Verlag (www.humboldt.de). Darin erfährt man zum Beispiel, wer
die Macher der Serie sind, warum Prominente wie Bastian Pastewka oder
Xavier Naidoo die "Drei ???" lieben und weshalb sogar drei Affen im Zoo
von Hannover Justus, Peter und Bob heißen. Auch exklusive
Hintergrund-Informationen zum ersten ???-Kinofilm, einer
deutsch-amerikanischen Koproduktion, die derzeit in den deutschen Kinos
zu sehen ist, enthält das Fanbuch.
Tokio Hotel in Israel !
Wie die deutschsprachige Tel Aviver Tageszeitung "Israel-Nachrichten"
berichtete, sammelten israelische Fans von "Tokio Hotel" kürzlich rund
5.000 Unterschriften, um so die Band für ein Konzert ins "Heilige Land"
zu holen. Die Petition wurde auf diplomatischem Wege an die drei Musiker
aus Magdeburg überbracht. Die Mühe lohnte sich: "Tokio Hotel" kam und
gab ein Freiluft-Konzert. Seit ihrem Durchbruch im Jahre 2005 gewinnt
die Musikgruppe weltweit immer mehr Anhänger. In Polen war sie bereits
auf Platz 1 und in Frankreich und Russland gab's schon Goldene CDs. Die
Beliebtheit ist so groß, dass sogar die Anmeldungen für die Deutschkurse
bei den Goethe-Instituten rund um den Globus spürbar zunehmen. In Moskau
spielte "Tokio Hotel" vor über 6.500 Fans. Sänger Bill sagte nach dem
Konzert in Russlands Hauptstadt: "Die Atmosphäre war phantastisch. Wir
waren total überrascht, als plötzlich die gesamte Halle unsere Songs auf
Deutsch mitgesungen hat!"
Deutsche Sprache vor US-Gericht
In Pennsylvania wurde ein Angehöriger der Amischen, einer dort sehr
verbreiteten deutsch-schweizerischen Minderheit, von einem
Nicht-Amischen angezeigt, weil er angeblich ein Gebäude ohne Genehmigung
gebaut haben soll. Als der Sachverhalt vor Gericht geklärt werden
sollte, erklärte der Amische, dass er der Gerichtsverhandlung, wenn sie
auf Englisch abgehalten wird, nicht folgen könne. Daraufhin wurde die
Verhandlung gestoppt und ein deutsch-englischer Übersetzer bestellt.
(Quelle: www.hiwwe-wie-driwwe.de)
Deutsch als Minderheitensprache - Wie unterrichtet man es am besten?
Im Rahmen des EU-Projektes "INFO" trafen sich in Italien kürzlich Lehrer
von Minderheitenschulen aus ganz Europa. Sie berieten und diskutierten
darüber, wie man Schülern, die einer sprachlichen Minderheit angehören,
am besten die jeweilige Muttersprache näher bringt oder beibringt. Dabei
entstanden zahlreiche interessante Ideen und Konzepte. Wer sich für die
Ergebnisse des Treffens interessiert, kann sich hier melden:
roland-engelbert.verra@provinz.bz.it
Deutsche Straßenschilder in den USA
Im Lancaster County im US-Bundesstaat Pennsylvania, wo seit jeher sehr
viele Amische, Angehörige einer deutsch-schweizerischen protestantischen
Glaubensgemeinschaft, leben, hat man damit begonnen, unter mehreren
englischsprachigen Straßenschildern auch wieder deutschsprachige
Schilder zu installieren. Damit will man eine zusätzliche Attraktion für
Touristen bieten und an die ursprünglich deutschen Namen von Wegen und
geographischen Orten erinnern. Die Region wurde zuerst von deutschen
Einwanderern besiedelt.
Deutschsprachige Auslandsmedien - Zahlen · Daten · Fakten
Außerhalb Deutschlands, Österreichs, Luxemburgs, Liechtensteins und der
Schweiz erscheinen über 3.000 deutschsprachige Zeitungen, Zeitschriften,
Mitteilungsblätter, Gemeindebriefe und Jahrbücher. Außerdem werden
außerhalb des deutschen Sprachraums über 300 Radio- und etwa 50
Fernsehprogramme auf Deutsch ausgestrahlt.
Die 5 Nutzergruppen der deutschsprachigen Auslandsmedien:
· deutschsprachige Touristen in aller Welt
· deutschsprachige Geschäftsreisende/Geschäftsleute im Ausland
· Angehörige von deutschsprachigen Minderheiten im Ausland
· Sprachschüler und Germanistik-Studenten weltweit
· international interessierte Menschen im deutschen Sprachraum
Die Anfänge der deutschsprachigen Presse weltweit
1605 In Straßburg erscheint die erste Zeitung der Welt. Es ist die
deutschsprachige Wochenzeitung "Relation" des Druckers Johann Karolus.
1650 In Leipzig erscheint die erste Tageszeitung der Welt. Titel der
sechs- bis siebenmal pro Woche veröffentlichten Publikation:
"Einkommende Zeitungen"
1727 Die "St. Petersburgische Zeitung" erscheint erstmals. Sie existiert
bis heute und ist somit die älteste noch erscheinende deutschsprachige
Auslandspublikation.
1732 Benjamin Franklin gründet die "Philadelphische Zeitung" - die erste
deutschsprachige Zeitung im Gebiet der heutigen USA.
1776 Die amerikanische Unabhängigkeitserklärung wird erstmals in der
Presse veröffentlicht, und zwar in der deutschsprachigen Auslandszeitung
"Pennsylvanischer Staatsbote". Eine Veröffentlichung der Erklärung auf
Englisch erfolgt erst später.
Die Anfänge des deutschsprachigen Auslandshörfunks
1912 Erste deutschsprachige Funksendungen aus Kamina in Togo
1925 Start des privaten deutschsprachigen Programms "Radiojournal" für
das Gebiet der heutigen Tschechischen Republik
1929 Start des deutschsprachigen Programms von Radio Moskau
1943 Ausstrahlung von privaten deutschsprachigen Sendungen in Bolivien
für aus Deutschland geflüchtete Nazi-Gegner (täglich zwei Stunden über
die Frequenzen des Senders Radio Liberté)
Quelle: IMH/Weltverband Deutschsprachiger Medien:
www.medienhilfe.org/page/index.php?rubrik=0029&id=0071